11/30/2012

Le Petit Manouche en Café Cronopio

Wir sind heute nach einigem Barhopping in Benimaclet im Café Cronopio gelandet, in dem es ein super tolles Gypsy Jazz Konzert von "Le Petit Manouche" gab. (Gratis übrigens, wie die meisten Konzerte in Benimaclet. Irgendwann kommt nur ein Körbchen rum & man darf selbst entscheiden, wieviel es einem wert ist. Suuuuper Sache!) Es war ein wirklich sonderbarer Abend. Wir saßen auf dem Boden in erster Reihe & waren drei Stunden völlig weg in dieser Musik.


Fotos von Hildur:






Was zum Anhören:


Oder hier ein ganzes Konzert:

11/20/2012

Champions League: Bayern - Valencia

BÄM! Da muss ich erst nach Spanien fliegen,
um mal ein Stadion zu betreten

Spannender als das Spiel aber waren das Polizeiaufgebot & die Sicherheitsmaßnahmen rundherum. Das Spiel wurde als Hoch-Risiko-Spiel eingestuft (die Bayern haben wohl in Lille gezündelt), weshalb es nicht nur massenhaft Polizisten & weitere Menschen ohne Eigenschaften gab, die alle 3 Meter rumstanden. Nee, die saßen zum Teil auch noch auf Pferden, in Helikoptern oder dicken Autos. Aber ein Polizist, mit dem ich geplaudert hatte, war richtig nett & hat sich Zeit genommen, mir zu erklären, wo in unserem Ausblick was ist.
"Grada Mar B" war direkt neben dem Ultra-Bayern-Block, wir haben es liebevoll den "Erasmus"-Block genannt, hahaha. Da saßen fast ausschließlich (deutsche, deutschsprachige, deutsch afine) Studenten, die hier für eine gewisse Zeit wohnen. Inklusive erhielten wir die gleiche Samthandschuhbehandlung wie die extra eingeflogenen Deutschen in T-Shirt, kurzer Hose & Mützchen. Gegen Ende des Spiels ertönte eine Polizeidurchsage, die auf Deutsch anwies "in unseren Sitzen zu bleiben", bis wir weitere Instruktionen erhalten würden. Dumm war, dass weitere Instruktionen durch Menschen vermittelt wurden, die kein Wort Englisch oder Deutsch sprachen, weshalb wir Erasmusleute in die witzige Situation kamen zu dolmetschen. Tatsächlich wurde wir erst nach 20min (?) mit der betrunkenen Horde zu einer Treppe gequetscht. Zu beiden Seiten königliche Bewachung, nur dass sie nicht ganz so königlich dreinschaute.
Achja, das Spiel. Ich hab ja keine Ahnung davon, aber... die grölenden Bayernfans & die pogenden Valenciafans waren lustiger^^ Obwohl die "brutal destruktiv" spielenden Valencianer schon einige witzige Einlagen gebracht haben!

Hier noch der Kommentar einer Freundin:
"Somehow Valencia playing in white jerseys (like the German national team) and Bayern München playing in red (like the Spanish national team) provides all kinds of challenges for cheering at the appropriate moments..."
(Anfangs war es wirklich sehr verwirrend...^^ )

Mehr zum Spiel hier  oder hier :)


Alle Fotos von Sebastian:

 


die Bayern

die Valencianer

die Fledermaus

die Christin

die Torchancen


11/14/2012

Vaga general

Nos dejan sin futuro. Hay culpables. Hay soluciones.
Wir werden unserer Zukunft beraubt. Es gibt Schuldige. Es gibt Lösungen.

Generalstreik in Spanien



Seit Wochen ist in Valencia alles zuplakatiert...

.. in verschiedenen Formen & Ausmaßen^^

& natürlich gibt's Studentenaufrufe.

An der Uni versammelten sich schon sehr früh erste Studenten.
Morgens gab es erste Festnahmen, Berichten zufolge "ohne Grund & gewalttätig".


Aber dazu sehe man sich das Video in dem folgenden Artikel an. Oder lese den Artikel^^
Verletzte und Festnahmen in Tarongers während des Streiks in Valencia


Acciones ordinarias

Auf dem Weg ins Zentrum.
Die Flagge der (zweiten) spanischen Republik.

In der Straße vor'm Hauptplatz. Das Bild hat eine Freundin
gemacht. Rechts unten sind Maria & ich.


CASA DELS LLADRES - Haus der Räuber



Die Demo am Abend.

11/11/2012

Islas Canarias II: Gran Canaria

... weiter ging's am Samstagmorgen mit einer Fähre von Santa Cruz de Tenerife nach
Las Palmas de Gran Canaria:

Santa Cruz de Tenerife im wolkenverhangenen Morgengrauen

Da die Küsten oft aus Klippen bestehen, werden viele
Siedlungen irgendwie in die Hänge reingebaut.

La salida del sol


El arco iris

Bei Ankunft erstmal... Playa :D
Wir müssten den Altersdurchschnitt dramatisch gesenkt & Thalia,
die aus Belgien kommt, die internationale Quote erhöht haben...
D.h. alles war voller deutscher Rentner^^

Wir haben uns ein Auto gemietet & begannen
unsere Rundfahrt im Norden. Das hat uns zuerst nach Teror
geführt, das etwas im Inselinneren liegt.

Teror hat einen richtig hübschen historischen Kern



Zurück auf der Küstenstraße, war unser nächster Haltepunkt
"Dedo de Dios" - der "Finger Gottes" im Hintergrund...


... korrigiere: der abgebrochene Finger Gottes :D
Irgendwann in irgendeinem Sturm wurde der anscheinend
doch nicht so göttliche Finger gekappt.

Dann begann das Abenteuer "Westküste".
Sie besteht aus steilen Klippen, in die, wie auch immer, eine
Straße gebaut wurde...

Es hat ganz schön Spaß gemacht^^


Unsere Pausen bestanden aus
"Wooooh, lass da anhalten! Das sieht schön aus!" :D


Ich kann mich nicht entscheiden, welches
der beiden ich schöner finde^^

ÜBERALL (wenn es nicht touristisch war), gab es Plantagenanlagen
für Bananen & Tomaten, wie diese hier im Hintergrund.
Das war auf Tenerife auch schon so.

Manchmal führte die Straße weiter ins Inselinnere...

.. & es gab tatsächlich noch untourisierte (?) Dörfchen.

Unsere Unterkunft in Puerto de Mogán :)
Als die Dämmerung begann, kamen wir Südwestlich an unserem
Tagesziel an. Cool war auch, dass wir dort ein Päärchen
kennengelernt haben, das vorhat sich ein Segelboot zu mieten
& damit nach Südamerika zu schippern.

Abends konnten wir dann noch die kleine Bucht...
genießen. Nicht! Es ist eine Minibucht plus Minidorf.
Plus 100000000 Touristen! Irrsinnig!!!

Einfach unfassbar!!
Die Bucht wird durch einen natürlichen Kanal geteilt. Unsere Pension war auf der "linken Seite", in der das Dörfchen liegt. Gegenüber, auf der "rechten Seite" (die Einwohner teilen tatsächlich so ein!), wurde eine Tourihölle erbaut. Sie geht rechts weiter, bis zum Meer. Wir konnten die Ausmaße nicht abschätzen, aber das Gefühl von Absurdheit ließ uns die kurze Zeit, die wir dort waren nicht los. Abends von der Terasse auf diese Urlaubsfabrik schauen zu müssen erklärt wahrscheinlich auch, warum wir von einer älteren Dame nicht sehr freundlich empfangen wurden. Die ganzen Einwohner scheinen Bedienstete dieser Industrie zu sein. Sein zu müssen?

"Die Nachbarn haben das Recht alles ohne Einschnitte zu sehen. Informiert werden ist ein Recht.
Was verbirgst du Bürgermeister?

"Nein zur Zerstörung des Schlachtfeldes von Playa Mogán. Es gibt Alternativen."

Das Örtchen war tatsächlich sehr hübsch...

... hat jetzt aber den Charakter eines
Freilichtmuseums.


Auf unserer Weiterfahrt im Süden kamen wir durch drei weitere
& weitaus schlimmere "Urlaubsanlagen". In einem dieser Labyrinthe
(Puerto Rico) haben wir uns so sehr verfahren, dass wir
eine Polizistin fragen mussten, um da wieder rauskommen :D

Daaann kamen wir endlich in Maspalomas an, einer Art Wüste